Expositionsprophylaxe

Als wichtigste Regel gilt: wer nicht gestochen wird, kann auch nicht erkranken!!

 

Entsprechend sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden
  • Aufenthalt Während und nach der Dämmerung bis zum Morgengrauen möglichst in mückengeschützten Räumen aufhalten, Hochrisikogebiete während der Regenzeit meiden.
  • Schlafraum Schlaf- und Aufenthaltsräume sollten insektenfrei sein. Klimaanlage benutzen, da Mücken in der Regel sich nicht in klimatisierten Räumen aufhalten. Mückenschutzgitter an Fenster und Türen überprüfen, zum Schlafen Moskitonetz benutzen (“Einstieg” sichern!)
  • Kleidung Helle, luftdurchlässige Kleidung tragen. Arme und Beine bedecken, eventuell zusätzlich imprägnierte Textilbänder (s.u.) tragen.
  • Repellents (DEET, z.B. als Autan tropical® und Nobite® im Handel). Repellentien werden als Spray oder als Liquid angeboten, sie wirken insektenabweisend. Die durchschnittliche Wirkungsdauer beträgt etwa zwei Stunden, deshalb mehrmals täglich auf die unbekleidete Haut auftragen. Repellentien schützen gleichsam in gewissem Maße gegen Zecken und andere Insekten. Die Anwendung kann eventuell in Kombination mit imprägnierten Textilbändern erfolgen. Eine großflächige Anwendung bei Kindern ist zu vermeiden. Nach heutigem Wissen bestehen bei sachgerechtem Gebrauch auch bei häufiger Anwendung keine gesundheitliche Bedenken.
  • Insektizide Die Produkte werden in vielfältiger Form als Aerosole, Kerzen oder Räucherspiralen (“mosquito-coils”) verkauft, sind jedoch in dieser Gestalt nicht zu empfehlen. Pyrethroide als Liquid zum Imprägnieren von Moskitonetzen (z.B. als K-Othrin Moustiquere® oder Peripel55® im Handel) können eine sinnvolle Ergänzung beim Mückenschutz darstellen. Insektizide sind insektenabtötend und bei sachgerechtem Gebrauch nach heutigem Wissen unbedenklich. Insektizide sind nicht zum Aufbringen auf die Haut geeignet. Eine kombinierte Anwendung mit chemischen Repellentien vom DEET-Typ  sollte unterbleiben.

Empfehlung: Soviel Kleidung wie möglich, soviel Repellents und Insektizide wie nötig.

 

 

Schema A

Chloroquin (z.B. Resochin® )
Dosierung: 2 Tbl. á 150 mg Base einmal pro Woche am gleichen Wochentag nach dem Essen.

Personen über 75 kg zusätzlich 1 Tbl. á 150 mg Base an einem anderen Wochentag, (z.B. Sonntags 2 Tbl., Mittwochs 1 Tbl.)

Beginn: 1 Woche vor Betreten des Malariagebietes

Ende: 4 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes

Schema B

1. Chloroquin (z.B. Resochin ® )
Dosierung: 2 Tbl. á 150 mg Base einmal pro Woche am gleichen Wochentag nach dem Essen.

Personen über 75 kg zusätzlich 1 Tbl. á 150 mg Base an einem anderen Wochentag, (z.B. Sonntags 2 Tbl., Mittwochs 1 Tbl.)

Beginn: 1 Woche vor Betreten des Malariagebietes

Ende: 4 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes

2. Proguanil (Paludrine® )

Dosierung: 1 Tbl. á 100 mg jeweils nach dem Frühstück und nach dem Abendessen

B eginn: 1 Woche vor Betreten des Malariagebietes

Ende: 4 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes

Schema C

Mefloquin (Lariam® )
Dosierung: 1 Tbl. á 250 mg einmal pro Woche am gleichen Wochentag nach dem Essen

Beginn: 2 – 3 Woche vor Betreten des Malariagebietes

Ende: 4 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes

Schema Y

Doxycyclin (z.B. Doxy M von ct® )

Dosierung: 1 Tbl. á 100 mg täglich nach dem Essen

Beginn: 1 Woche vor Betreten des Malariagebietes

Ende: 4 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes

Schema Malarone

Dosierung: 1 Tbl. à 250 mg Atovaquon/100 mg Proguanil täglich zum Essen

Beginn: 48 Stunden vor Betreten des Malariagebietes

Ende:7 Tage nach Verlassen des Malariagebietes

Standby Mefloquin (Lariam® )

Dosierung: Beginn: 3 Tbl. á 250 mg

Nach 6 Stunden: 2 Tbl. á 250 mg, bei Körpergewicht > 60 kg:

Nach 6 Stunden: 1 Tbl. á 250 mg

Standby Chloroquin (Resochin® )

Dosierung: Beginn: 4 Tbl. á 150 mg Base

Nach 6 Stunden: 2 Tbl. á 150 mg Base

Am 2. und 3. Tag 2 Tbl. á 150 mg Base

Standby Atovaquon + Proguanil (Malarone®)

Dosierung: Je 4 Tabletten als Einzeldosis an drei aufeinanderfolgenden Tagen