Die Infektion wird durch HIV-Viren ausgelöst und führt meist nach mehreren Jahren zum Vollbild der Erkrankung mit allgemeiner Immunschwäche.
Für die Infektion gelten im Ausland prinzipiell die gleichen Grundsätze wie im Heimatland. Auslandsreisende sind jedoch zusätzlich gefährdet, da sie in manchen Situationen das Infektionsrisiko nicht richtig einschätzen.

Die Ansteckung erfolgt hauptsächlich über Geschlechtsverkehr und Blutkontakt!

Im Zweifelsfalle sollte der Gebrauch von

  • chirurgischen Instrumenten
  • zahnärztlichen Instrumenten
  • Spritzen oder Kanülen, die nicht steril verpackten sind
  • Akupunktur
  • Maniküre
  • Ohrlochstechen
  • Tätowierungen oder ähnliche Manipulationen

vermieden werden.

Eine weitere Gefahrenquelle kann eine Blutübertragung sein. Es ist bekannt, daß insbesondere in Ländern Zentral- und Ostafrikas, in denen die HIV-Infektion in der Bevölkerung stark verbreitet ist, Blutkonserven in hohem Prozentsatz mit dem Virus verunreinigt sind.

Empfehlenswert sind folgende Schutzmaßnahmen für Fernreisende
  • Bei Injektionen sollte nur Einmalmaterial benutzt werden. Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, eigene Einmalspritzen und Kanülen in der Reiseapotheke mitzuführen.
  • Bei Mitnahme von Spritzen und Kanülen im Reisegepäck ist bei der Einreise in das Gastland angebracht, eine ärztlichen Bescheinigung mitzuführen, aus der hervorgeht, daß keine Drogenabhängigkeit besteht. Diese Bescheinigung erhalten Sie auf Anfrage.
  • Operationen und kleinere chirurgische Eingriffe sollten nur in Krankenhäusern erfolgen, in denen die Einhaltung der Sterilisationsrichtlinien gewährleistet erscheint.
  • Zahnärztliche Behandlungen sollten nach Möglichkeit nur im Heimatland erfolgen und vor Antritt der Reise abgeschlossen sein.