Zu Großvaters Zeiten war der Tropenhelm obligatorisches Requisit aller Tropenreisenden. Dieses Monstrum ist verschwunden und durch humanere Kopfbedeckungen ersetzt worden. Die Tropensonne hat aber nichts von ihrer Gefährlichkeit verloren:

Ultraviolette Strahlen schädigen nicht nur die Elastizität der Haut. Sie sind ein hochwirksames Zellgift und können zur Entwicklung eines Hautkrebses führen. Besonders im Gebirge und in tropischen Regionen kann aber übermäßige und ungeschützte Sonneneinstrahlung beim Neuankömmling auch rasch auftretende unangenehme Folgen haben:

Der Hitzschlag

Der Hitzschlag ist ein Wärmestau, bei dem die Hitze des Körpers nicht nach außen abgeführt werden kann. Symptome sind Kopfschmerzen, Erbrechen und Fieber bei trockener Haut. Die Behandlung dieses Zustandes erfordert unbedingt ärztliche Hilfe! Als Sofortmaßnahme empfiehlt sich rigorose Kühlung, z. B. in einer kalten Badewanne.

Der Sonnenstich

Der Sonnenstich wird ausgelöst durch langanhaltende Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf. Die Zeichen sind hochroter, heißer Kopf und starker Kopfschmerz. Die Beschwerden verschwinden meist von selbst nach kurzer Zeit in abgedunkelter, kühler Umgebung.

Die Schnee- oder Sandblindheit

Stechende Schmerzen in den Augen und Lichtempfindlichkeit sind die Krankheitszeichen. Kühle, feuchte Umschläge auf den Augen und ein bis zwei Tage Aufenthalt im dunklen Zimmer bringen Heilung.

Der Sonnenbrand

Beim Sonnenbrand handelt es sich um eine Verbrennung der Haut. Besondere Vorsicht ist am Meer geboten, da der Salzgehalt der Luft einen zusätzlichen Reizfaktor darstellt und Strahlungsreflexion von der Wasseroberfläche ebenfalls die Gefahr erhöht.