Die Schwangerschaft bedeutet eine Umstellung für die allgemeinen Lebensgewohnheiten der Familie, aber auch für den Körper der Frau. Hieraus erklären sind bestimmte Risiken für die werdende Mutter und das Kind. Besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist die Entwicklung des Embryos durch Sauerstoffminderversorgung gefährdet, wie das z.B. bei ungewohntem Aufenthalt in großen Höhen, möglicherweise aber auch beim Luftdruckabfall in Flugzeugen, auftreten kann.

Während der Schwangerschaft kann es zu empfindlichen Reaktionen der werdenden Lebens auf Impfungen und auf Medikamente kommen. Auch Schädigungen durch verschiedene akute Infektionen sind möglich.

Die ersten drei Schwangerschaftsmonate sind für das Embryo besonders gefährlich. Während dieser Zeit sollten Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen (Gelbfieber, Typhus) nur nach Risikoabwägung erfolgen, besser vermieden werden. Gleiches gilt für die Hepatitis-A-, die Diphtherie- und die Meningokokkenmeningitis-Schutzimpfung. Die Masern- und die Tuberkuloseschutzimpfung sind verboten. Unbedenklich bei gesunden Schwangeren ist die Verabreichung von Totimpfstoffen (Hepatitis-B und Tetanus) und die Schluckimpfung gegen Poliomyelitis.

Malaria ist, wie andere Infektionen auch, ein besonderes Risiko für Mutter und Kind. Deshalb sollten Reisen in malariagefährdete Gebiete möglichst gänzlich unterbleiben. Ist eine solche nicht zu umgehen, kann eine medikamentöse Chemoprophylaxe mit bestimmten Medikamenten (Chloroquin und Proguanil) erfolgen, andere Präparate müssen wegen fruchtschädigender Wirkung unbedingt vermieden werden. (Das gilt nicht für die Therapie, wenn ein Risiko für die Gesundheit der Frau besteht.)

Bei Verdacht auf Malaria sofort einen Arzt aufsuchen !