Reisedurchfall sind ein Sammelbezeichnung für Durchfallerkrankungen, die Stunden oder Tage nach einem Ortswechsel auftreten können. Die Ursache ist hierbei häufig nicht bekannt. Häufig sind mit Bakterien, Viren oder Parasiten verschmutzte Nahrungsmittel oder Getränke die Auslöser. Der Durchfall ist dabei eine normale Abwehrreaktion des Körpers: Um die Kontaktzeit mit aufgenommenen störenden Substanzen zu verkürzen, wird die Passagezeit durch den Darm beschleunigt. Die Darmtätigkeit nimmt zu, es resultiert Durchfall mit Flüssigkeits- und Salzverlust.

Das menschliche Verdauungssystem reagiert gegenüber allen Umwelteinflüssen sehr empfindlich. Aus diesem Grund treten bei Fernreisen häufig leichtere Durchfälle auf, die jedoch meistens nach zwei bis drei Tagen abklingen. Medikamentöse Hilfe bei Verdauungsstörungen ist dabei nur selten nötig. Meist hilft vorübergehendes Fasten und ausreichend Flüssigkeitszufuhr. (auf einen Liter abgekochtes Wasser ½ TL Speisesalz, 4 TL Zucker, 1EL Backpulver und 1 Tasse Fruchtsaft).

Als aufbauende Diät sind klare Brühe, Kartoffel- und Bananenbrei, gekochter Reis und Zwieback geeignet.

 

Bei Durchfallerkrankungen ist sofortiger ärztlicher Rat erforderlich, wenn folgende Symptome auftreten:

  • mehr als 3 Tage anhaltender Durchfall
  • blutig-schleimig und/oder wäßriger Durchfall
  • Fieber mit Verstopfung und/oder Durchfall
  • starke Bauchschmerzen
  • anhaltendes Erbrechen
  • Verwirrtheitszustand
  • Durchfall bei Säuglingen und Kleinkinder
  • Durchfall als Begleiterkrankung anderer schwerer Erkrankungen