IRI-NEWS                              

Juni 2018

Bolivien  ** Zikavirus-Infektionen:

WHO rät Schwangeren von Reisen in Risikogebiete ab

Brasilien* Gelbfieber: Seit September letzten Jahres wurden 34 Infektionen inklusive 20 Todesfällen gemeldet. Die Behörden erwarten eine Zunahme von Infektionen auch bei ungeimpften Touristen. Die Behörden haben die Bevölkerung zur Impfung aufgefordert. Zuvor waren in der Region zahlreiche Affen an der Infektion verendet. Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Derzeit wird für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.
China* Smog:

Ende März wurden im Norden des Landes mehrfach sehr hohe Feinstaubbelastungen verzeichnet, auch Peking und weitere Städte der Region sind betroffen. Gefährdet sind besonders Kleinkinder, ältere Menschen und solche mit chronischen Atemwegserkrankungen. Ihnen wurde empfohlen, bei Spitzenbelastungen in geschlossenen Räumen zu bleiben, körperliche Anstrengungen zu vermeiden, evtl. Atemmasken zu tragen. Reisende sollten die lokale Medienberichterstattung aufmerksam verfolgen.

Dem. Republik Kongo * Ebola hämmorhagisches Fieber:

Anfang Mai hat die WHO einen Ausbruch in der Nähe der Stadt Bikoro (Provinz Equateur, NW) bestätigt. Insgesamt gab es seit Anfang April 54 Verdachtsfälle, 25 Menschen sind verstorben.

Das Infektionsrisiko für (touristisch) Reisende ist gering.

Nigeria * Lassa-Fieber:

In diesem Jahr wurden bereits ca. 1.968 Verdachtsfälle und 118 Todesfälle verzeichnet.

Es ist der größte bisher registrierte Ausbruch in Nigeria. Die Zahl der Neuinfektionen geht inzwischen zurück. Lassa kommt in Nigeria regelmäßig vor und verbreitet sich v.a. über Nager. Für Reisende besteht nur ein geringes Infektionsrisiko.

Pakistan * Dengue:Seit Juli wurden aus der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (N) mehr als 87.250 Verdachtsfälle und mindestens 69 Todesfälle gemeldet.Mitte August wurde die erste Infektion dieses Jahres in der Hauptstadt Islamabad bestätigt. Schutz vor tag- und nachtaktiven Überträgermücken beachten.
Rumänien * Masern:Seit Beginn des Ausbruchs im September letzten Jahres wurden ca. 10.010 Erkrankungen gemeldet, 36 Menschen sind verstorben. Im Jahr 2015 wurden lediglich 15 Fälle registriert. Das Gesundheitsministerium hat eine Impfkampagne gestartet. Impfschutz beachten.
Seychellen * Dengue: Seit Ende April wurden landesweit mehr als 5.000 Erkrankungen gemeldet, 1.400 Infektionen wurden bestätigt. Besonders betroffen sind die Inseln Mahe, Praslin und La Digue. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.
Tansania * Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Es kommt regelmäßig zu örtlich begrenzten Cholera-Ausbrüchen. Seit Anfang des Jahres sind .105 Menschen erkrankt und 44 verstorben. Aufgrund der anhaltenden Niederschläge wird ein weitere Zunahme der Infektionen befürchtet. Im letzten Jahr wurden ca. 4.985 Fälle gemeldet, 99 Menschen sind verstorben. Den letzten großen, landesweiten Ausbruch mit mehr als 25.000 Fällen gab es 2015/2016. Hygiene sorgfältig beachten, Impfschutz für Risikoreisende erwägen.
Thailand* Dengue: Seit Anfang des Jahres wurden ca. 11.700 Infektionen und 16 Todesfälle gemeldet. Besonders betroffen sind die Region um Bangkok und der Süden des Landes. Im letzten Jahr wurden mehr als 50.030 Erkrankungen und 59 Todesfälle gemeldet. Es waren die höchsten Fallzahlen seit 20 Jahren. Ein Infektionsrisiko besteht ganzjährig, die Hauptübertragungszeit sind die Monate Juli und August. Schutz vor den überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten!