IRI-NEWS                              

Januar 2018

Ägypten * Dengue: Seit September wurden in der Stadt al-Qusair am Roten Meer ca. 1.200 Infektionen gemeldet.Mückenschutz beachten. 
Brasilien* Gelbfieber: Seit September letzten Jahres wurden 34 Infektionen inklusive 20 Todesfällen gemeldet. Die Behörden erwarten eine Zunahme von Infektionen auch bei ungeimpften Touristen. Die Behörden haben die Bevölkerung zur Impfung aufgefordert. Zuvor waren in der Region zahlreiche Affen an der Infektion verendet. Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Derzeit wird für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.
 Jemen*  Cholera:Im Oktober 2016 wurde ein Ausbruch gemeldet, bis Ende März dieses Jahres wurden ca. 23.500 Fälle gemeldet, 108 Menschen sind verstorben. Seit Ende April haben die Erkrankungen erneut stark zugenommen. Mitte Mai hat die Regierung für die Hauptstadt Sanaa den Notstand erklärt. Landesweit wurden seit Ende April etwa 986.190 Fälle registriert, 2.225 Menschen sind verstorben.Hygiene und ggf. Impfschutz beachten.
Madagaskar* Pest:Zwischen Ende August und Ende November gab es einen Ausbruch mit 2.417 Erkrankungen und 219 Todesfällen. Die Mehrzahl der Patienten ist an der leicht übertragbaren Lungenpest erkrankt, die übrigen haben eine Beulenpest entwickelt.Auf Madagaskar kommt die Krankheit regelmäßig vor und tritt vermehrt in der Regenzeit auf. Bis April kann es deshalb weiterhin zu einzelnen Infektionen kommen. Der überwiegende Teil der Patienten entwickelt in der Regel eine sog. Beulenpest. Laut WHO ist es das Land mit den meisten Fällen weltweit. Das Risiko für Reisende ist weiterhin gering. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden.
Nigeria* Gelbfieber:Im September sind im Bundesstaat Kwara (W) 2 Mädchen erkrankt. Die Behörden haben Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, eine Impfkampagne hat begonnen. Bis Ende November wurden landesweit 276 Verdachtsfälle und 45 Todesfälle gemeldet, die Bundesstaaten Abia, Borno, Kano, Kwara, Kogi, Kebbi, Plateau, und Zamfara sind betroffen. Eine Impfung ist für alle Reisenden empfohlen.
Pakistan * Dengue:Seit Juli wurden aus der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (N) mehr als 87.250 Verdachtsfälle und mindestens 69 Todesfälle gemeldet.Mitte August wurde die erste Infektion dieses Jahres in der Hauptstadt Islamabad bestätigt. Schutz vor tag- und nachtaktiven Überträgermücken beachten.
Rumänien * Masern:Seit Beginn des Ausbruchs im September letzten Jahres wurden ca. 10.010 Erkrankungen gemeldet, 36 Menschen sind verstorben. Im Jahr 2015 wurden lediglich 15 Fälle registriert. Das Gesundheitsministerium hat eine Impfkampagne gestartet. Impfschutz beachten.
Sambia * Schlafkrankheit:Anfang Januar ist ein Tourist nach seinem Aufenthalt im Südluangwa-Nationalpark (O) erkrankt. Im letzten Jahr war eine deutsche Touristin nach ihrer Rückkehr aus Sambia in Frankfurt erkrankt. Die afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit) kommt in Sambia regelmäßig vor; insbesondere bei Aufenthalten in den Nationalparks besteht Infektionsgefahr. Schutz vor Tsetse-Fliegen beachten.
Senegal* Dengue:Seit Ende September wurden in der Region Louga (NW) 132 Infektionen bestätigt. Landesweit gab es 767 Verdachtsfälle Schutz vor tagaktiven Überträgermücken beachten.
USA * Fleckfieber, murines:In diesem Jahr wurden im Bundesstaat Texas mehr als 400 Fälle von murinem Fleckfieber (Rickettsia typhi) diagnostiziert. Das sind die höchsten Fallzahlen seit 16 Jahren. Am stärksten betroffen sind die Regionen um Dallas-Fort Worth und Houston. Nager, speziell Mäuse, bilden das Reservoir für den Erreger, die Übertragung erfolgt durch Flöhe. Das Risiko für Touristen ist relativ gering.
  Hepatitis A:Die Gesundheitsbehörden von Michigan warnen vor einem Ausbruch im Südosten des Bundesstaates, der seit August 2016 zu 610 bestätigten Infektionen und 20 Todesfällen geführt hat. Besonders betroffen ist die Stadt Detroit. Einen ähnlichen Ausbruch gibt es seit Anfang dieses Jahres auch in San Diego (Bundesstaat Kalifornien). Es sind 567 Menschen erkrankt und 20 verstorben. Im Bundesstaat Utah sind seit September 102 Erkrankungen verzeichnet. Betroffen sind vorwiegend obdachlose und suchtkranke Menschen. Das Risiko für Reisende ist relativ gering.