Gelbfieber

Verbreitung, Übertragung:
Gelbfieber ist im tropischen Afrika und tropischen Mittel- und Südamerika heimisch. Es ist eine Viruserkrankung, die durch Mücken übertragen wird.

Krankheitserscheinung:
Leichte Formen verlaufen unter dem Bild eines mehrtägigen grippalen Infekts. Das voll ausgeprägte Krankheitsbild führt häufig zum Tod. Nach drei bis sechs Tagen kommt es plötzlich zu von Schüttelfrost begleitetem Fieberanstieg, Abgeschlagenheit, Bindehautentzündung der Augen, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Nach drei Tagen sinkt das Fieber spontan, um dann möglicherweise erneut anzusteigen. Die jetzt charakteristischen Krankheitseichen sind Ausdruck der Organschädigung: Gelbfärbung der Haut durch schwere Leberschädigung, Verminderung der Harnmenge als Folge einer Nierenschädigung. Ein dramatisches Zeichen ist das “schwarze (Kaffeesatz-) Erbrechen”, ausgelöst durch Blutaustritt aus den Magenschleimhäuten.

Therapie:
Ein spezifisch gegen das Gelbfiebervirus wirkendes Heilmittel gibt es bisher nicht. Einzig hilfreich sind die Vorbeugung durch Schutz vor den Mücken (siehe Kapitel Malaria ) und die Impfung.

Impfung:
Die Impfung ist nach den internationalen Gesundheitsvorschriften für bestimmte Länder (insbesondere in Afrika und Südamerika zwischen dem 17. Breitengrad Nord und Süd) verpflichtend bzw. sinnvoll. Schwangere Frauen, Kleinkinder, abwehrgeschwächte Patienten und Personen mit Allergie gegen Hühnereiweiß sollten nicht geimpft werden. Die Impfung besteht aus einer Injektion, die vier Wochen, spätestens 10 Tage vor Abreise, vorzunehmen ist. Hierbei ist kein zeitlicher Abstand zu anderen Impfungen notwendig. Die internationale Impfbescheinigung behält 10 Jahre ihre Gültigkeit.

Zur Impfung sind ausschließlich ermächtigte Impfzentren zugelassen.